Biko in Greetsiel

jetzt packen die doch wirklich meine ganzen Sachen zusammen und verladen alles in dieses Auto. Was wird das?

Wir haben uns eine kleine Auszeit verdient. Was liegt da näher, als Biko zu seinem ersten kleinen Urlaub zu überreden.Seit Anfang der 2000er Jahre fahren wir regelmäßig 1 bis 2 Mal nach Greetsiel. Dieses kleine Fischerdorf in Ostfriesland hat uns komplett in seinen Bann gezogen. Die verträumte kleine Altstadt mit dem zauberhaft, romantischen Fischerhafen und seinen Krabbenkuttern liegt so friedlich in der Landschaft. Wenn man hier angekommen ist, stellt sich sofort automatisch ein Wohlgefühl ein. Und es liegt eigentlich so nah vor unserer Haustür. Gerade einmal 2,5 Std. Fahrt über die meist leere A31 trennen uns.Für Biko ist natürlich wieder alles neu hier. Seine Vorgängerin Ambra-Luna fühlte sich hier bereits Zuhause. Biko schaut erst einmal skeptisch, als wir die Ferienwohnung betreten. Erst einmal vorsichtig alles beschnuppern, aber nachdem wir unsere persönlichen Sachen reingebracht haben, riecht es auch schon ein wenig vertraut. Am Ende ist es aber nur wichtig für ihn, dass wir auch bei ihm bleiben. Nachdem die Sachen ausgepackt sind, wollen wir uns nach der Fahrt erst einmal die Beine vertreten. Biko weiß gar nicht so Recht, wo er anfangen soll zu schnüffeln. Das ist alles so aufregend für ihn. Rauf auf den Deich mit Blick in den Siel. Neue Gerüche von Schafen und Möwen. Recht viele Menschen sind heute auch hier, das Wetter ist schön. Da ist Greetsiel in den letzten Jahren schon ganz schön voll geworden, aber das meistert Biko souverän. Nach unserer Runde wird es Zeit für einen Kaffee und danach erst einmal in Ruhe ankommen. Biko hat Zeit sich auszuruhen für den letzten Abend Spaziergang.

Am nächsten Tag geht es hinaus nach Eversmeer. Hier ist ein schönes Moorgebiet und das ewige Meer. Mitten durch das Gebiet schlängelt sich ein schön angelegter Holzweg und man geht ca. 1 Stunde durch eine tolle Moorlandschaft. So weit die Erinnerung. Mit Ambra-Luna waren wir ja öfters hier. Auf dem Parkplatz angekommen wundern wir uns über die gähnende Leere. Gerade einmal zwei weitere Autos. Naja, kein Problem, Ruhe schadet ja nicht. Wir gehen den Weg entlang, vorbei an dem Mini Tierpark und kommen auf unseren Rundweg. Bisschen glitschig heute. Das Holz hat schon bessere Tage gesehen. Also vorsichtig weiter. Vielleicht 800m weiter gelangen wir an das ewige Meer. Da scheint noch alles beim Alten. Naja, ewig halt. Nur der Holzweg, der endet hier. Einfach abgesperrt. Dahinter inzwischen alles überwuchert und der Weg kaputt. Aus unserer Rundwanderung wird nichts, wir müssen zurück. Später in Norden, im Shop von Deichbrise erfahre ich, dass die Gemeinde kein Geld mehr hat, um den Weg zu erhalten. Das ist wirklich schade, er war immer so schön. Zum Trost haben wir uns also im Deichbrise Shop mit schönen Armbändern belohnt.

Später lernt Biko noch das Dorf selbst kennen. Er war begeistert. Überall riecht es nach leckerem Fisch, der in verschiedenen Geschäften fangfrisch angeboten wird. Aber die Zweibeiner sind sich uneins. Während Frauchen immer ins Fischgeschäft geht, zieht Herrchen den örtlichen Bäcker vor. Ja, sorry. Auch wenn es ein Fischerdorf ist, ich esse nichts, was aus dem Wasser kommt, außer Nudeln und Kartoffeln 😉

Der erste kleine Urlaub mit Biko war ein toller Erfolg. Es hat richtig Spaß gemacht. Trotz seines jungen Alters von nun 4 Monaten hat er sich außerordentlich gut benommen. Zeigt sich wieder einmal die gute Vorbereitung von Carmen Mühke. Und weil das so gut geklappt hat, setzt sich Kirsten Zuhause auch direkt daran, den nächsten Urlaub zu planen. Wer hätte es gedacht? 2025 geht es mit Kindern und Enkeln nach Norwegen. Lasst Euch überraschen. Das wird grandios.